Portfolio
Doppelter Blickwechsel
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Doppelter Blickwechsel
Robert Haiss und Ella Kühn
Ausstellung, Galerie M29, Köln, 2025
„Doppelter Blickwechsel ist die Fortführung einer Ausstellungsreihe, in der etablierte Künstlerinnen und Künstler der Galerie mit jungen Positionen in ein Zusammenspiel gebracht werden. In der zweiten Doppel- präsentation führen die Malerei von Robert Haiss und die Objekte und Texte von Ella Kühn einen Dialog über Innen- und Außenräume, über Raumerfahrungen und über den Austausch von Blicken, den eigenen und gegenseitigen, und deren perspektivische Veränderungen.
Ella Kühn zeigt einen dreidimensionalen Stadtplan Kölns, eine Installation aus weiß angestrichenen Holz- balken, die mit Straßennamen, Pfeilen und Ortsbezeichnungen beschriftet sind. Kreuz und quer angeordnet folgen wir verwirrenden Pfeilern und Wegweisern durch eine rein subjektive Betrachtung, in der die Künstlerin ihre eigenen Wahrnehmungen, Erinnerungen und Erfahrungen nachzeichnet.
Weitere große und kleine Objekte führen uns durch Raumstrukturen in imaginäre, innere Räume: Auf Holz- teilen, Leinwand, (Pergament-)Papier, Brettern, Türrahmen oder in Holzkästen und Schubläden finden sich Zeichnungen, Texte, Bilder und Fotos, die verschiedene Räume öffnen und von Erinnerungen, eigenen und anderen Geschichten erzählen.
„—Kästen mit Text auf Transparentpapier werden zu eigenen Inseln, Welten, Räumen für sich, verschließen sich der Betrachtung nach hinten und geben unterschiedlich viel Raumtiefe nach vorne, offenbaren sich, lassen Raum zum Eintauchen. —Eine Tür steht im Raum, als hätte sie jemand in einer unsichtbaren Wand offen stehen gelassen, sie ermöglicht neue Blickachsen und -wechsel, öffnet und definiert den Raum um sie herum, die Texte berichten von vergangenen und anderen möglichen Räumen. —An der Wand hängt eine zum Schaukasten gewordene Schublade, die nun andersartig materialisierte Erinnerung transportiert. —Die Texte, die sich durch den Ausstellungsraum ziehen und zusammensetzen, gegenüberstehen und die Betrachtung und Perspektive immer wieder drehen und wenden lassen, sind zusammenhängende Fragmente der Textkörper „Rohbau“ und „Höhleneingänge“ (2024). Es geht um Hausbau und ums Sehnen, um Bewegung und Verweilen. Um Ursprünge und Feststellungen, Zeitspannen und Zusammenhänge.“
(Ella Kühn)
Ausstellungstext, Babette Richter
https://m29.info/ausstellungen/doppelter-blickwechsel/
Doppelter Blickwechsel
Robert Haiss und Ella Kühn
Exhibition, Galerie M29, Köln, 2025
“The exhibition Doppelter Blickwechsel is a continuation of a series of exhibitions in which established artists of the gallery are brought into dialogue with emerging voices. In this second dual presentation, the paintings of Robert Haiss and the objects and texts of Ella Kühn unfold a conversation between interior and exterior spaces, between experiences of space itself and the exchange of gazes — one’s own and the other’s — and the shifting perspectives that arise from that encounter.
Ella Kühn presents a three-dimensional city map of Cologne—an installation composed of white-painted wooden beams inscribed with street names, arrows, and place designations. Arranged in a crisscross struc- ture, these disorienting pillars and signposts guide us through a purely subjective topography in which the artist retraces her own perceptions, memories, and experiences. Further objects, both large and small, lead us through spatial constellations into imagined, interior realms: on pieces of wood, linen surfaces, boards, doors, or within wooden boxes and drawers appear drawings, texts, images, and photographs that open up new spaces — telling of memories, of personal and shared stories.
„—Boxes with text on transparent paper become islands, worlds, spaces unto themselves. They close off toward the back and reveal differing depths toward the front — inviting immersion. A door stands in the room, as if someone had left it open in an invisible wall; it creates new lines of sight and shifting viewpoints, opening and redefining the space around it. The texts speak of past and possible spaces. On the wall hangs a drawer turned into a showcase, now carrying memory in material form. —The texts that weave through the exhibition space — encountering and mirroring one another, constantly turning and reshaping perspective — form interconnected fragments from the text bodies „Rohbau“ and „Höhleneingänge“(2024). They speak of building and longing, of sinking and lingering, of movement and stillness; of origins and insights, durations and connections.” (Ella Kühn) „
exhibition text, Babette Richter
https://m29.info/ausstellungen/doppelter-blickwechsel/









